3 Jahre Garantie
+49 (0) 61 81 – 95 26 30

Zeltratgeber

Ein Zelt, welches Trekkingtouren und Familien Campingurlauben gerecht wird, gibt es nicht. Somit ist der Einsatzzweck des Zeltes der entscheidende Faktor beim Zelte kaufen. Du solltest Dir im Vorfeld eines Zeltkaufes Gedanken machen, welche Anforderungen das Zelt insgesamt erfüllen muss. Dann kommt es auf Deine Kompromissbereitschaft an, wenn es um Themen wie Gewicht, Ausstattung und natürlich Preis geht. Wir möchten Dir im Folgenden nützliche Tipps geben und unterschiedliche Kriterien beleuchten, die Deine Kaufentscheidung beeinflussen könnten.

Inhaltsverzeichnis
1. Zeltgestänge 2. Heringe und Zeltnägel 3. Zeltboden


Zeltgestänge

Zeltgestänge / Zeltstangen

Die Zeltstangen sind die tragenden Elemente des Zeltes. Egal ob Trekkingzelt oder großes Familienzelt, die Zeltstangen müssen stabil und widerstandsfähig sein. Da die Zelte oft über mehrere Jahre auf- und abgebaut werden, sollte das Material der Zeltstangen bewusst gewählt werden. Natürlich haben alle Materialien ihre Vor- und Nachteile. Wir möchten Dir hier die Eigenschaften der jeweiligen Materialien kurz vorstellen, sodass Dir die Wahl eines Zeltes bei der Vielfalt der angebotenen Produkte leichter fällt.

Zeltstangen sind in der Regel in Segmente unterteilt. Manchmal sind die einzelnen Segmente miteinander verbunden, sodass der Zusammenbau der einzelnen Stangen zügig vonstattengeht. Alle Segmente werden zu einer Stange zusammengesetzt und dann entweder in den Gestängekanal eingeführt oder mit Clips am Innenzelt oder Aussenzelt befestigt. Ältere Zeltmodelle, wie Hauszelte haben für die Zeltstangen vorgesehene Löcher im Material um die Verbindung mit den Zeltwänden herzustellen.

Materialien der Zeltstangen

Heringe und Zeltnägel

Heringe und Zeltnaegel

In diesem Beitrag betrachten wir die verbreitetsten Arten von Zeltnägeln und Zeltheringen. Wir schauen hier auf die Beschaffenheit, die verwendeten Materialien und die jeweiligen Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile. Da die Heringe bzw. Nägel elementare Bedeutung haben, was die Stabilität und Standfestigkeit Deines Zeltes nicht nur bei extremen Wetterbedingungen anbelangt, solltest Du unserer Empfehlung nach nicht zwingend auf die billigste Variante zurückgreifen.

Zeltnägel als Alternative zu Zeltheringen

Zeltnägel sind häufig die günstigste Variante um den Zeltboden, Abspannleinen und Zeltstangen im Boden zu fixieren. Natürlich wirkt sich ein günstigerer Preis in den meisten Fällen auch direkt auf die Qualität aus. Im Vergleich zu Zeltheringen sind Zeltnägel wesentlich instabiler und leicht biegbar. Bei harten Böden kann es durchaus passieren, dass Du alle Zeltnägel verbogen hast und das Zelt trotzdem nicht fest steht. Natürlich sind nicht alle Zeltnägel gleich. Es gibt Nägel, welche für die Verwendung auf felsigem, steinigem Untergrund entwickelt wurden. Diese sind stabil und robust und erlauben es Dir Dein Zelt auch in unwegsamem Gelände sicher aufzustellen. Zeltnägel sind unverzichtbar, wenn Du zum Beispiel Bergtouren und länger Trekkingtouren im Hochgebirge planst.

Zeltheringe für fast alle Fälle

Am Strand oder in vielen südeuropäischen Ländern findest Du meist sandige Böden. Bei solchen Bodenbeschaffenheiten sind Zeltnägel nicht zu empfehlen. Durch ihre runde stabförmige Gestalt bieten Sie keinen Halt im Sand. Hier sind Zeltheringe in U-Form oder V-Form zwingend einzusetzen, um das Zelt windsicher abzuspannen. Zeltheringe sind durch die spezielle Form wesentlich stabiler als Zeltnägel. Außerdem findest Du für jeden Boden den passenden Hering. Für normale Böden, für weiche Böden und für harte Böden gibt es unterschiedlich starke und unterschiedlich lange Heringe, welche den Anforderungen der jeweiligen Böden gerecht werden. So brauchst Du für sandige Böden einen breiten langen Hering und bei normalen Böden einen Hering in V-Form mit ohne Überlänge. Natürlich sind die verwendeten Materialien ausschlaggebend für die Stabilität der Heringe oder der Zeltnägel. Aber auch immer ein Thema beim zusätzlichen Gewicht des gesamten Zeltes.

Materialien und Gewichte der Zeltheringe und Zeltnägel

Bei den verwendeten Materialien der Heringe oder Nägel kommt es meist auf den Einsatzzweck und die Art des Zeltes an. Werden bei 2-Personen Trekkingzelten meist Aluminiumheringe angewendet, findest Du bei großen 6-Personen Familienzelten meist runde stabile Zeltnägel aus Stahl im Standard Lieferumfang. Bei Trekkingzelten ist das Gewicht entscheidend. Dieses sollte bei Bergtouren natürlich nicht zu hoch sein, damit das Zelt im Rucksack beim Laufen und Wandern nicht stört und nicht belastet. Aluminium ist leicht, stabil und langlebig. Stahl im Vergleich dazu ist spürbar schwerer und findet daher bei Zelten Anwendung, bei denen es nicht unbedingt auf das Gewicht ankommt. Familienzelte werden nicht über mehrere Tage im Rucksack transportiert. Hier liegt das Hauptaugenmerk nicht auf dem Gewicht der Zeltheringe bzw. der Zeltnägel, sondern auf deren Stabilität. Daher wird bei diesen Zelttypen sehr häufig Stahl verwendet, um die Stabilität der abgespannten Zeltwände und Zeltstangen zu gewährleisten. Du findest Zeltheringe aus Stahl in verzinkter Ausführung oder ohne Legierung. Stahl kann natürlich rosten, ist aber trotz allem langlebig und vielseitig verwendbar.

Zeltboden

Nicht nur ein echter Camper weiß warum ein Zeltboden zu den wichtigsten Bestandteilen eines Zeltes zählt. Die Vorteile eines wasserundurchlässigen Zeltbodens liegen offen auf der Hand. Doch worauf solltest Du beim Zelte kaufen achten? Welcher Boden ist geeignet für Dein Vorhaben? Welches Material sollte es sein? Was ist mit der Wassersäule? All diese Fragen und noch mehr Details versuchen wir im Folgenden zu erläutern. So bist Du bestens auf das kommende Abenteuer vorbereitet und kannst den Urlaub entspannt genießen.

Anforderungen an das Material

Ganz besonderes Augenmerk liegt bei den Zeltböden und den jeweils ausgesuchten Materialien auf der Wasserdichtigkeit der Genannten. Die Wasserdichte wird nach einer DIN Norm bestimmt und wird in der Einheit mm angegeben. Ein Material gilt nach dieser Normvorgabe als wasserdicht ab einem Wert von 1500mm. Bei der Verwendung des Materials als Zeltboden solltest Du natürlich auf einen höheren Wert achten. Das Material wird ständigen Druckbelastungen ausgesetzt und sollte daher robuster und widerstandsfähiger sein als die Zeltwände. Die Stoffe der Zeltböden sind auch von Ihrer Struktur her deutlich dichter und dicker, was aus der Verarbeitungstechnik des Materials resultiert. Bei den O4G Familienzelten findest Du durchgängig eine Wassersäule von 5000mm. Bei unseren anspruchsvollen O4G Trekkingzelten für 2 bis 3 Personen findest du zumeist einen hohen Wert von 10000mm. Auch greifen die meisten Hersteller auf ausgewählte Beschichtungen zurück. So findest du Silikon-Beschichtungen und Polyester-Beschichtungen auf zahlreichen Zeltböden sowohl im Camping- als auch im Trekkingbereich. Bei diesen Materialien ist Trockenheit im Inneren garantiert und eine nasse Überraschung in Form einer Wasserpfütze im Zelt bleibt Dir erspart. Als weiteren wichtigen Aspekt gilt es die Atmungsaktivität zu betrachten. Hier gilt je mehr Beschichtung, desto weniger atmungsaktiv. Was uns gleich zum nächsten Punkt bringt.

Atmungsaktivität – Warum „nicht eingenähte Böden“ hervorragendes Klima schaffen und dabei Trockenheit garantieren

Wie Du bei Deiner Recherche nach dem passenden Zelt wahrscheinlich bereits festgestellt hast, gibt es prinzipiell zwei unterschiedliche Modelle bei Familienzelten den Boden betreffend. Zum einen sind bei den meisten herkömmlichen Zelten die Zeltböden mit den Aussenwänden vernäht und zum anderen gibt es klimatisch besser funktionierende Zelte mit nicht eingenähten Zeltböden. Die erste Variante ist handlich und schnell im Aufbau, weil ein extra Auslegen, Spannen und Anpassen der Bodenplane wegfällt. Die Bodenwanne ist bereits da, wenn das Zelt aufgebaut wurde. Leider bringt diese Verarbeitungsmethode auch eine Schwachstelle zu Tage, welche sich in Form der Nähte zwischen Boden und Seitenzeltwand darstellt. Hier gibt es nun eine zusätzliche Angriffsfläche für durchdringende Nässe von Aussen.

Bei einem nicht eingenähten Zeltboden werden die Zeltwände über die Bodenwanne gespannt, sodass Regenwasser direkt ins Erdreich ablaufen kann. Es besteht kein Grund zur Sorge, dass Wasser ins Innere des Zeltes eindringt. Du solltest nur darauf achten, dass dein Zelt auf einem ebenen Untergrund aufgestellt wird. Somit kann Regenwasser ungehindert im Boden versickern. Durch den schmalen Luftschlitz zwischen Zeltwand und Erdboden strömt kontinuierlich frische Luft ins Zeltinnere und sorgt durch die permanente Luftzirkulation für ein angenehmes Klima im Inneren des Zeltes auch bei wärmeren Temperaturen und in heißen Gefilden. Der Boden des Zeltes ist ganz dauernden mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt. Du solltest also hauptsächlich auf das verwendete Gewebe schauen, dass dieses in einer dicke strapazierfähigen Ausführung gefertigt wurde. Das bedeutet zwar zusätzliches Gewicht für dich beim Transport, jedoch ist nichts ist ärgerlicher als ein zerrissener Zeltboden. Ein weiteres Augenmerk sollte auf der Wasserdichtigkeit liegen, sprich dem Wert der Wassersäule. Ein weiteres Argument sind entsprechende Beschichtungen, welche für absolute Wasserundurchlässigkeit sorgen.

Zeltboden aus Nylon (Polyamid)

Polyamid wird sehr gern als Material für den Zeltboden herangezogen, da dieser Stoff eine sehr hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit sowie Elastizität besitzt und dabei enorm leicht im Vergleich zu Polyester ist. Eine technisch weiterentwickelte Sonderform ist der RipStop Nylon. Dieser ist gekennzeichnet durch ein erkennbares rechteckiges Muster, den sogenannten eingenähten Kettfäden. Diese Struktur erhöht die Reißfestigkeit und verhindert bei Schaden ein Weiterreißen des Materials. Eine zusätzliche Silikon-Beschichtung sorgt für ausreichend Schutz gegen Nässe. Nylon oder auch als Polyamid bekannt findet vorwiegend Verwendung im Trekking und Hiking Bereich, da das Gewicht hier eine entscheidende Rolle spielt. Auch preislich liegt ein Nylonboden wohl über dem Polyester Boden.

Polyester als Zeltboden Material

Das Polyester Material besitzt wie der Nylon Stoff eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit. Natürlich gibt es auch innerhalb der Polyester Stoffe Unterschiede bei der Ausführung und der Qualität. Ein hohe Qualität zeichnet sich dadurch aus, dass das Material dick ist und ein absolut wasserundurchlässig ist. Der Stoff neigt nicht zur Verrottung und kann über Jahre hinweg bedenkenlos als Zeltboden eingesetzt werden. Der Stoff nimmt keine Feuchtigkeit auf und trocknet schnell. Großer Nachteil sind die Knatter- und Flattergeräusche beim Betreten des Zeltbodens, was beim Nylon Material nahezu geräuschlos verläuft. Ebenso ist das Gewicht von Polyester höher als das von Nylon Stoffen. Polyester wird im Campingbereich recht gern von den Herstellern verwendet. Hier liegt das Hauptaugenmerk nicht auf dem Gewicht, wie bei den typischen Trekkingzelt Modellen, sondern es wird eher auf Komfort und Zuverlässigkeit geachtet.

Impressum | Datenschutz | Zahlungsarten | Versandinformationen